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Bericht vom Besuch der türkischen Gäste

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Zwischem dem 11. und 25. Juni 2010 hielten sich 17 türkische SchülerInnen und zwei ihrer Lehrer zu ihrem Gegenbesuch in Eppstein auf. Lesen Sie den ausführlichen Bericht zu den gemeinsamen Aktivitäten ...

 

Vorwort

Fünf Wochen nach unserem Besuch in Izmir erfolgte vom 11. bis 25. Juni 2010 nun der türkische Gegenbesuch in Eppstein. Eigentlich sollte dieser bereits Ende Januar stattfinden, doch musste wegen der „Schweinegrippe“ auf die Sommervariante ausgewichen werden, welche mit kleineren Schwierigkeiten verbunden war.

Die Planung des Programms orientierte sich vor allem an folgenden zwei Punkten: Zum Einen handelt es sich für die Türken in erster Linie um einen Sprachaustausch, den sie für ihr Sprachdiplom benötigen. Es sollten also möglichst viele Situationen geschaffen werden, in denen das Hören und Anwenden der deutschen Sprache erforderlich ist. Zum anderen wurde im Interesse der inhaltlichen Tiefe der thematische Schwerpunkt „Geschichte, Kultur, wirtschaftlich-politisches System der BRD“ festgelegt, welcher im gemeinsamen Programm seine Entsprechung finden sollte.

11.06.: Ankunft

Pünktlich um 18:10 Uhr traten die ersten türkischen Gäste durch die Schiebetür im Ankunftsbereich des Frankfurter Flughafens. Leider war nur die Hälfte der deutschen Partner zur Begrüßung anwesend, da sich alle Schüler der G9-Klassen zu diesem Zeitpunkt noch auf Klassenfahrt befanden. Erst im Verlauf des Abends bzw. des nächsten Tages waren alle wieder zusammen.

12./13.06.: In den Gastfamilien

Das Wochenende war bei den meisten Beteiligten ausgefüllt mit Ausflügen oder auch Partys.

Ein erstes Highlight war sicher das WM-Spiel Deutschland Australien (4:0), das die meisten Schüler am Sonntag Abend beim Public Viewing auf dem Frankfurter Roßmarkt erlebten. Einen deutlichen Beweis dafür gab das Titelbild des Höchster Kreisblattes am Montag (-;

14.06.: Begrüßung in der Schule

Jeden Morgen traf sich die Gruppe zunächst zur gewohnten Zeit in der Schule, um entweder am Unterricht teilzunehmen oder von dort aus eine Unternehmung zu starten.

Der erste Tag könnte als Begrüßungs- und Orientierungstag bezeichnet werden: Die türkischen Gäste wurden über unser Schulgelände geführt und bekamen dabei einen ersten Eindruck von den schwierigen Bedingungen unseres derzeitigen Schullebens. Danach erfolgte die offizielle Begrüßung durch Schulleiterin Frau Stapel in der Mensa. Im Anschluss stellte Herr Martin das Programm vor, teilte Informationsmaterialien aus und klärte über einige wichtige landeskundliche Zusammenhänge auf.

15.06.: Ausflug nach Frankfurt

Der zweite Tag führte die türkische Gruppe zum wahrscheinlich beliebtesten Ausflugziel: Frankfurt. Hier wurde eine Stadtführung mit Schwerpunkt Römer, Dom und Goethehaus durchgeführt. Besonders letzteres stieß bei den Schülerinnen auf reges Interesse, weil sie Goethe als einen der berühmtesten deutschen Schriftsteller aus dem Deutschunterricht bereits kennen.

Zur Mittagszeit bekamen alle – wie auch bei folgenden Ausflügen – etwas Verpflegungsgeld ausgezahlt, mit dem sie selbstbestimmt ihr Mittagsmahl gestalten konnten. Am Nachmittag wurden insbesondere die Zeil und das Rheinufer erkundet und erste Möglichkeiten zum Shoppen wahrgenommen.

16.06.: Unterricht und Fußballturnier

An diesem Mittwoch stand für die ersten zwei Stunden „Teilnahme am Unterricht“ auf dem Programm. Die Begeisterung darüber war selten groß, aber alle türkischen Gastschüler mussten dies über sich ergehen lassen.

Ab der dritten Stunde gab es ein Fußballturnier der siebten bis neunten Klassen. Mit Hilfe vier deutscher Schüler konnte dafür auch ein türkisches Team gebildet werden, das letztlich den zweiten Platz errang.

17.06.: Unterricht und gemeinsamer Abend

Der erste Donnerstag stand ganz unter dem Vorzeichen des deutsch-türkischen Abends, mit dem die Halbzeit des Besuchs markiert werden sollte. Schon am Vormittag begab sich die ganze Gruppe zum Festsaal, um Vorbereitungen zu treffen und das kulturelle Programm zu proben.

Am Abend hatten sich dann die Schüler, ihre (Gast-)Eltern, einige Lehrer, ehemalige Begleiter und Sympathisanten des Austauschs zum gemeinsamen Fest eingefunden. Als besondere Ehrengäste konnten hierbei der Bürgermeister Herr Reuß und die ehemalige Schulleiterin Frau Schreck begrüßt werden.

Die fleißigen Eltern hatten ein üppiges Buffet mit internationalen Spezialitäten bereitet, das gleich zu Beginn des Abends eröffnet wurde. Dann gab es kleinere Ansprachen, in denen vor allem die Bedeutung des Austauschs hervorgehoben wurde und die Organisatoren Würdigung fanden. Als Zeichen des Dankes wurden zudem kleinere Geschenke ausgetauscht. Danach präsentierten die SchülerInnen ihr kulturelles Programm mit Gesang und folkloristischem Tanz.

Das Highlight dieses Abends war für die meisten Gäste sicher der gemeinsame Halay-Tanz, der uns mächtig ins Schwitzen brachte.

18.06.: Besuch der Gedenkstätte Point Alpha und Besichtigung Fuldas

An diesem Tag unternahm die ganze Gruppe zusammen mit dem Wahlpflichtkurs „Abenteuer Bundesrepublik“ eine Exkursion nach Geisa/ Thüringen, wo zur Erinnerung an die innerdeutsche Grenze die Gedenkstätte „Point Alpha“ eingerichtet wurde. Getrennt in eine türkische und eine deutsche Gruppe gab es hier eine zweistündige Führung durch das Museum und über das weitläufige Gelände.

Auf der Rückfahrt wurde ein Zwischenstopp in Fulda gemacht, damit die SchülerInnen Gelegenheit hatten auch diese geschichtsträchtige Stadt flüchtig kennen zu lernen. Die meisten interessierten sich allerdings mehr für das WM-Spiel Deutschland 0 : 1 Serbien, dessen Ausgang keine erheiternde Wirkung hatte …

19./20.06.: In den Gastfamilien

21.06.: Besichtigung des Flughafens und Ausflug nach Mainz

Am ersten Tag der zweiten Woche stand zunächst der Frankfurter Flughafen auf dem Programm: Die türkischen SchülerInnen bekamen eine zweistündige Informationstour über das Gelände des mit Abstand größten deutschen Flughafens und lernten diesen als bedeutenden Wirtschaftsfaktor der ganzen Region kennen. Glücklicherweise konnte die Fraport-AG einen türkischen Führer stellen, der die vielen Fragen fachkundig zu beantworten wusste.

Den zweiten Teil des Tages verbrachte die Gruppe in Mainz: Nach einem Spaziergang am Rheinufer folgte eine kurze Besichtigung der Altstadt und schließlich ein Besuch des Doms. Hier stießen speziell die Glasfenster mit den Eppsteiner Bischöfen auf Interesse, aber auch andere religiöse Darstellungen waren beliebte Fotoobjekte. Am Römischen Theater erfuhren die SchülerInnen überdies, dass ihre und unsere Region als Teile des Römischen Reiches ein Stück gemeinsame Geschichte besitzen.

22.06.: Empfang auf der Burg

Am nächsten Tag bekam die türkische Gruppe einen offiziellen Empfang auf der Burg Eppstein als dem Wahrzeichen der Stadt bereitet. Anwesend waren neben der Schulleiterin Frau Stapel auch der Bürgermeister Herr Reuß, der Vorsitzende von „EUROPART Eppstein e. V.“ Herr Fluch sowie die Stadtarchivarin Frau Rohde-Reith. Herr Fluch unterstrich in seiner Ansprache die große Bedeutung des Austauschs für Eppstein als europäische Modellstadt, die als eine der wenigen Städte in Europa die Europamedaille 2008 verliehen bekam.

Nach dem feierlichen Teil bekam die türkische Gruppe noch eine Führung über die Burg. Dabei lernten sie neben historischen Anekdoten auch die wichtigsten Teile mittelalterlicher Burgen kennen.

23.06.: Besuch Wiesbadens mit Landtag

Der Mittwoch führte die gesamte Gruppe nach Wiesbaden und stand ganz im Zeichen der Politik: Da der morgendliche Empfang in der Staatskanzlei leider ausfallen musste, hatte man zuerst Zeit für einen morgendlichen Stadtrundgang (Kurhaus, Casino, Staatstheater, Quellen, …). Pünktlich 9:45 langte die Gruppe dann am Hessischen Landtag an, wo zunächst der Besuch einer Plenarsitzung anstand. Für die deutschen Teilnehmer stellte dies eine besondere Sitzung dar, weil es die letzte mit dem scheidenden Ministerpräsidenten Roland Koch war und dessen Amtszeit ausgewertet wurde. Die türkischen SchülerInnen konnten damit jedoch nicht viel anfangen und quälten sich augenscheinlich durch die Zeit. Etwas interessanter und somit beschwingter ging es bei der Führung durch das Alte Schloss zu. Einen kleinen Höhepunkt bescherte den SchülerInnen dann der Vizepräsident Lothar Quanz, der die Gruppe begrüßte und – kein gewöhnlicher Vorgang - zu einem Mittagsmahl einlud.

Nach so viel Förmlichkeit genoss die Gruppe ihre anschließende Freizeit in Wiesbaden.

24.06: Tag zur freien Verfügung

Auf ausdrücklichen Wunsch und nach jahrelanger Erfahrung bekam die türkische Gruppe am vorletzten Tag nochmals Gelegenheit zu ausgedehnten Einkäufen. Die deutschen SchülerInnen der Abgangsklassen zelebrierten in der gleichen Zeit ihren bevorstehenden Abschluss mit einer Polonaise durch die Schule und bestritten ein Lehrer-gegen-Schüler-Brennballspiel. Vielleicht wäre auch das noch ein lustiges Erlebnis für die Gäste gewesen?

25.06: Vorbereitungen und Abreise

Abschied und Abreise gestalteten sich in diesem Jahr etwas anders als sonst: Die Gäste wurden offiziell an der Schule verabschiedet und mit einem Bus zum Flughafen gebracht. Der Grund dafür war, dass ein großer Teil der deutschen Partner sich auf die Abschlussfeierlichkeiten nur zwei Stunden später vorbereiten musste.

 

Presse:

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