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Autorenlesung an der FvSS

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Die Jugendbuchautorin und Förderschullehrerin Marlene Röder kam am 24. April extra aus Düsseldorf, um den Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe aus ihren Werken vorzulesen.

Frau Röder (links) mit Deutsch-Kolleginnen der Schule

 

Alle Klassen hatten bereits zuvor Kurzgeschichten bzw. den Thriller „Zebraland" gelesen. Mit den besten Chuck Norris Witzen der 9. Klässler eröffnete die Autorin die Leserunde, denn die erste Kurzgeschichte hieß „Chuck Nurris und all seine Freunde". Allerdings ging es hierbei nicht um den Superhelden, sondern um Ben, der im Rollstuhl sitzt und deshalb nicht bedauert werden will. Wie alle anderen Jugendlichen will auch er cool sein, findet Mädchen toll, fühlt sich aber von allen nur bemitleidet. So endet die Geschichte damit, dass er mit seinem Rollstuhl die Halfpipe hinunterfahren will. Doch passiert das wirklich? Wie geht es weiter? Was bedeutet das alles? Das offene Ende ist typisch für Kurzgeschichten und eröffnet den Raum für kreative Anregungen und Diskussionen, aber natürlich auch für Enttäuschungen, denn man bleibt mit vielen Fragen zurück.
Die Jugendlichen haben viele kreative Anregungen wie die Geschichte weitergehen könnte und kommen so mit der Autorin immer mehr ins Gespräch. „Was ist ihr Ende? Was mögen Sie am Schreiben? Wie wurden Sie Schriftstellerin? Haben Sie einen Lieblingsplatz zum Schreiben? Wie lange brauchen Sie für eine Geschichte? Woher kommen Ihre Ideen? Gibt es Parallelen zu Ihrem Leben?" Die Autorin gibt sehr ausführliche Antworten und erklärt, dass „Figuren oft jahrelang in ihrem Wohnzimmer leben, sodass sie ganz froh ist, wenn ein Buch mal zu Ende ist." Deshalb wird es auch keinen zweiten Band zu Zebraland geben. Auch wenn ein berühmtes Zitat behauptet, dass Schreiben ganz einfach ist, wenn man die flaschen Wörter weglässt, so hatte Marlene Röder auch in der Vergangenheit mit Schreibblockaden zu kämpfen. Um diese Phase zu überwinden, entstand nebenbei ihr Kurzgeschichtenband „Melvin, mein Hund und die russischen Gurken".
Alle ihre Werke haben die Jugendlichen in ihren Bann gezogen, denn sie thematisieren wichtige Themen der Pubertät: Liebe, Verrat, Enttäuschung, Freundschaft, Umgang mit Schuld. Das besondere an den Geschichten von Röder ist, dass es kein richtig oder falsch gibt. Der Leser selbst entscheidet und muss sich selbst Fragen stellen und die richtigen Antworten finden. So erklärt sich auch, warum sich „Zebraland" mehr als 20 000 Mal verkaufte und gerne als Schullektüre benutzt wird. Das Buch kam auch ganz gut in der R9a und R9b an. Ein Schüler meinte dazu: „Es ist das spannenste Buch, das ich je gelesen habe!"
Zum Schluss las Marlene Röder noch eine spannende Stelle aus ihrem neuen Jugendbuch „Cache" vor. Auch hier geht es um interessante Themen wie die erste große Liebe, Enttäuschung, Verrat und Manipulation von Personen. Ein Buch, das noch lange nachwirkt, laut Deutschlandfunk.
Die Autorin freute sich über den Blumenstrauß und den tobenden Applaus der Schülerschaft. Sie habe sich sehr wohl gefühlt und komme gerne wieder. Die FvSS bedankt sich für den informativen Einblick in das Leben einer modernen Autorin und freut sich über die neuen Leseanregungen.

 

Vielen Dank an Frau Alwan für die Vorbereitung der tollen Veranstaltung und den Bericht!

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