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Piesendorf non stop

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Einmal mehr bildete die Schulskifahrt das Highlight für Klassen des siebenten Jahrgangs. Lesen Sie den ausführlichen Bericht von der Tour nach Piesendorf ...

 

Bei eher ungemütlichem Wetter trafen wir uns am Sonntagmorgen an der Bushaltestelle vor der Freiherr-vom-Stein Schule und verluden Berge von Gepäck in die bereitstehenden Busse, während Herr Choquet, Frau Bösenberg-Santin und Frau Dewald sich bemühten, wirklich alle Pässe, Krankenkassenkarten und Impfpässe unserer Schüler einzusammeln und auf den Listen abzuhaken, schleppten die Herren Krüger und Schrader und Gerth säckeweise Materialien heran und verstauten diese. Nachdem alle einen Platz im Bus neben den Freunden gefunden hatten, konnten wir recht pünktlich losfahren – und wir fuhren dann auch viereinhalb Stunden durch, trotz leisen Jammerns, ob man denn nicht doch vielleicht eine kleine Pippipause einlegen könne? In einem der Busse konnten dann sogar die „Minions" angesehen werden, was den Weg bis Kufstein etwas verkürzte. In Piesendorf angekommen, wurden mit einiger Aufregung die Zimmer verteilt und die Betten bezogen, letztere Tätigkeit bedarf bei einigen Schülerinnen und Schülern noch einer deutliche Kompetenzsteigerung... Nach dem Abendessen wurden die FIS Regeln durch einzelne Gruppen kreativ als Szenen vorgestellt und alle dargestellten Stürze auf dem Fliesenboden des Speisesaals blieben ohne Folgen!


Der erste Tag begann mit einer kleinen Wanderung und oben auf einer Wiese wurden dann Schneemänner gebaut, jede Gruppe gestaltete nach ihren Wünschen und die Ergebnisse wurden fotographisch festgehalten! Auch ein herbeigeeilter Bauer konnte von Frau Santin von der künstlerischen Qualität auf seiner Heuwiese überzeugt werden und er betrachtete die Schneemänner dann mit Wohlwollen. Zurück in der Herberge leistete der Skiverleih ganze Arbeit und teilte jedem Bedürftigen seine Skier, Stöcke, Skistiefel und Helme zu, bei rund 70 Leuten eine Herkulesaufgabe! Ja, und dann wurde es ernst: Nach einer Einweisung, wie so ein Skistiefel überhaupt zu schließen sei (was sich für so manchen als nicht so einfach erwies), zogen wir auf ein leicht geneigtes Feld. Hier wurden jeweils ein Anfänger und ein Fortgeschrittener als „Buddys" eingeteilt und dann legten wir los: da wurde der Treppenschritt geübt, denn jeder soll sich auch den Berg nach oben bewegen können, mit einem Ski am Fuß das Gleiten geübt, jeder ließ sich fallen und sortierte als „Maikäfer" auf dem Rücken seine Beine, bis sie wieder parallel zum Hang lagen und übte das Aufstehen! Die Buddys simulierten mit Ziehen und Schieben auch das Liftfahren, eine schweißtreibende Angelegenheit, denn es hatte einige Grad über Null! Waren diese Übungen gemeistert, ging es über zu „Pizza" (Schneepflug) und „Pommes" (parallele Stellung der Ski). Auf dem Rückweg zeigte es sich, dass Laufen mit Skiern, Stöcken und in den Skistiefeln ebenfalls einer gewissen Übung bedarf um Mitmenschen vor Verletzungen zu bewahren!


Der Dienstag begrüßte uns mit dickem Nebel, so dass auf der Anfängerpiste die Skilehrer zu Beginn nicht weiter als ca. 15 m sehen konnten und man sich gegenseitig gut im Auge behalten musste! Hier wurden die Gruppen nach Fähigkeiten gebildet und zogen los. Nach diesem Muster verfuhren wir auch in den kommenden Tagen. Die Gruppen veränderten sich in ihrer Zusammensetzung, vor allem, nachdem uns Herr Gerth aufgrund einer Verletzung verlassen musste. Linda und Phillip, zwei Studenten, unterstützten Frau Santin, Frau Temeschinko, Herrn Krüger und Herrn Schrader als Skilehrer. Das Wetter war uns gnädig, wir hatten viel Sonne oder nur leichte Bewölkung und es war sehr warm für Januar, was aber auch bedeutete, das Pausen ohne Probleme draußen stattfinden konnten. Herr Krüger und die Profigruppe erkundeten neue Skigebiete und die Mitglieder dieser Gruppe wurden laut Aussage massiv herausgefordert durch das angeordnete Fahren mit offenen Skistiefeln und ganz kurzen Stöcken!


Allabendlich wurde dann unter eifriger Beteiligung gemeinsam die „Pistensau" gekürt! Und was gab es da nicht alles für Anschuldigungen! Manche fuhren doch tatsächlich Mitschülern über die Skier, von hinten in sie hinein, stopften sich untereinander Schnee in den Nacken, blödelten im Lift herum und fielen hinaus oder schnitten sich gegenseitig den Weg ab! Aber nicht nur einzelne Schülerinnen und Schüler verübten Missetaten, auch Lehrer wurden angeklagt lange, eisige Ziehwege zu fahren und Gruppen sogar zu zumuten, den Berg wieder hinauf zu laufen! Dafür konnte auch Herr Krüger als Richter keine Entschuldigung gelten lassen!


Unsere Abendaktivitäten umfassten auch einen Spieleabend, da gab es Kartenspiele und Karaoke, Werwölfe trieben sich im Dunkeln herum und mordeten im Schein einer Kerze, beim Aktivity spielen geriet so mancher ins Schwitzen, wie man diesen Begriff nun darstellen könne. Fern von spähenden Lehreraugen wurde auch Flaschendrehen gespielt und diskret unterbrochen, sobald sich einer näherte... Wunderschön war unsere Fackelwanderung über eisglatte Wege zum Gasthof Mittersill, wo es heißen Kakao gab und die interessante Erfahrung, dass unsere Schüler die Buchstaben „WC" in Fraktur nicht unbedingt lesen können und man ihnen den Weg zur Toilette dann doch zeigen muss! Ein Höhepunkt war ganz sicher auch das Snowtubing und Zipfelbobfahren am Nagelköpfl! Bei Flutlicht ging es den Skihang hinauf, artig mit Helm auf dem Kopf, um dann in dem reifenartig aufgeblasenen „Tube" den Hang hinunter zu sausen, ohne jede Kontrollmöglichkeit! Herrlich! Wettrennen mit dem Zipfelbob sollten eigentlich nicht dadurch beendet werden, dass man in den Fangzaun am Lift fährt oder fast Zuschauer umnietet, aber manchmal ließ es sich anscheinend nicht vermeiden!
Der letzte Skitag begann mit leichtem Regen als wir an den Lift gebracht wurden, aber dieser hörte zum Glück fast sofort auf und die Sonne kam hervor und schien wunderbar warm für den Rest des Tages. So konnten alle noch einmal ein Kleingruppen mit ihren Freunden fahren und allerhand ausprobieren: Walzer tanzen im Kreis mit Stöcken, zu viert Lift fahren an einem Ankerbügel, den ganzen Hang Schuss fahren ohne eine einzige Kurve, mit Stöcken, ohne Stöcke... Außerdem gab es natürlich ein Abschlussrennen, was Herr Krüger und Herr Schrader gesteckt hatten und an dem alle Skifahrer teilnahmen. Es ist gar nicht so einfach, dem knisternden Walkie-Talkie den richtigen Namen abzulauschen, um die Zeit dann korrekt in die Liste zu übertragen, aber es ist uns gelungen! So konnten wir abends eine Siegerehrung vornehmen und jeder Teilnehmer erhielt eine von allen Kollegen unterschriebene Urkunde. Unser letzter Abend enthielt dann auch ein dichtgedrängtes Programm, wobei vor lauter Organisation die Disco ein bisschen zu kurz kam.


Am nächsten Morgen wurde zügig gepackt und gegessen, die Busfahrer drängten auf einen frühen Aufbruch angesichts der Stauvorhersage und so fuhren wir bei Nebel und -5° aus Piesendorf ab. Fast 11 Stunden waren wir dann auch unterwegs, mit „Fack you, Göthe" und „Auf Margos Spuren" und Kartenspielen und Musik und Gesprächen und dem Verzehr von ganz vielen Süßigkeiten, bevor wir gegen 19:15 Uhr bei Regen und Wind in Eppstein eintrafen, wo alle Eltern ihre Kinder wieder in Empfang nehmen konnten.

[Frau Dewald]


--> Zur kleinen Fotogalerie (weitere Fotos folgen eventuell nach Zusendung ;-))

 

 

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